Plattenkritik Foxglove – IMPACT WINTER

“Gott, wie ich es hasse! Da bekomme ich Platten geschickt, die mich bereits beim reinhören fast das Leben kosten. 15 bis 18 – jährige in “Hardcore” Bands heutzutage?? Keine Ahnung wie es soweit kommen konnte. In Leggins gequetschte Vaginal – Zäpfchen – Prolls, zutätowiert bis unter die Wangenknochen, mit Tunneln in den Ohren, dass sogar Dumbo lachen würde, spielen inhaltslosen -technisch perfekten – steril produzierten Hardcore? Im Ernst? Ich bin intolerant? Im Ernst? Ok, ich bin´s… “ZZZAALLANNDDOOOO”, glaube ich es, von aussen vernommen zu haben – doch halt, nein – FFOOXXGGLOOVVEE trällert der Postbote, hehe.
Hmm ausgepackt. Schön, schön. Die Lady kommt also im schicken Digipack inkl. Klappcover und Inlaysheet plus Sticker! Gefällt schon mal die neue EP der Gütersloher Altmeister FOXGLOVE.
Der erste Song “You Don´t Have To Be Blood” rotzt sich bereits durch meine Ohren und ich bin begeistert. Da kommt was rüber Leute – nämlich Gefühl für die Sache!!! Aufnahme sehr authentisch – eben nicht überproduziert. Bass klingt fetttttt (erinnert vom Sound her an Ryker´s “Ground Zero” Album).
2. Nummer: “Scene Report”: Fettes Intro, Sänger Zosh rotzt sich gekonnt wie immer durch. Nur das Unitygeschwafel fällt mir etwas schwer. Schöne Midtemponummer und besonderes Lob an den Drummer Rob, der im Vergleich zum Demo ganz nett zugelegt hat, wie ich finde.
3. “Stay Gold, Ponyboy”: Mal abgesehen von der Coolness des Titels, kommt die Nummer im Uptempi mit überbösen Gangshouts mehrspurig was den Oldshoolern natürlich sämtliches Ejakulat aus den Eiern zwingt.
4. “Different Kind Of Rock” – erinnert mich an alte BOUNZ THE BALL (Austria HC Power!!!) – Energie pur und wieder grosses Lob ans Arrangement. Schön auf´s Maul!
5.”My Inner Tyler”: Schönes Bass – Intro und dann geht´s ab! Sänger Zosch grunzt sich den Frust von der Seele, dass es nur so eine Freude ist. Schön auch die Tempiwechsel, die ich beim letzten Demo etwas vermisst hab.
6.”Day Without War”: Midtempo Oldschool as Fuck!!!!!
7. “Impact Winter”: Für mich DIE Nummer des Albums. Wahnsinns Intro. Erinnert mich an meine Crust Helden Amebix (Song: Darkest Hour), die ebenso sehr, sehr düster rüberkommen. Foxglove versteht es hier sehr eindrucksvoll Feeling rüber zu bringen. Danach geht’s superböse weiter mit den Stops zum Refrain. Sehr dynamische Live – Nummer´, nehm ich mal an. Das hat schon Hitpotenzial das Lied!!

Alles in Allem wieder eine Top EP der 5 Herren, die schon recht laut auf die Kacke hau´n. Das ist eine Band mit Eiern die eine EP raus gebracht hat, mit eben der wichtigsten Zutat für ein fettes HC Album: EIERN!! Zu erwerben ist das wirklich empfehlenswerte Ding bei der Band selbst und ihren Konzerten, bei Core Tex Records und digital, für läppische 4,99 im iTunes Store und bei Amazon!!”

Peter Schöpf (ex – Punchline)

 

Album Cover Front - Artwork by Danny Kötter



Kommentare sind geschlossen.

26735662_1559609240742248_1635410106_o
Konzert mit Ryker’s, 1000 Löwen unter Feinden und Foxglove am 28.04.2018 im X in Herford
23844624_1545521112194966_4464029673687744997_n
Dedication Records Hardcore Geburtstagssause – Teil 2 am 17.03.2018 Kiefernklause Steinhagen
StayHomePonyboy
Stay Home, Ponyboy
cover-back-final
Plattenkritik Foxglove – Demo 2012